Start Vertiefte Berufsorientierung
Vertiefte Berufsorientierung PDF Drucken E-Mail

 

Zum Download der folgenden Informationen als PDF bitte hier klicken!

 

 

Berufsorientierung (BO) an der Mittelschule Bismarckstraße

(Stand: 19. Juli 2013)


An der Mittelschule Bismarckstraße werden im Schuljahr 2013/14 319 Schüler (Stand 7. Juni 2013) in 16 Klassen unterrichtet. 70% der Schüler werden im Ganztagsbetrieb beschult. Der Migrationsanteil beträgt 63%. Die Mittelschule verfügt über einen gebundenen Regelzug und einen gebundenen M-Zug. Es werden auch drei offene Ganztagsgruppen in Kooperation mit gfi Erlangen angeboten.

Die Klassen 9QuAG und die 9mb gehören geschlossen der offenen Ganztagsschule an, werden aber wie eine gebundene Ganztagsklasse geführt.

 

Dadurch ergeben sich 11(9+2) Ganztagsklassen, 5 Regelklassen und eine offene Ganztagsgruppe in der Realität.

 

Die Mittelschule Bismarckstraße bildet mit der Thusnelda-Mittelschule und der Konrad-Groß- Mittelschule den Mittelschulverbund Nordost mit circa 604 Schülern.

An der Mittelschule Bismarckstraße werden alle drei beruforientierten Zweige Wirtschaft, Technik und Soziales angeboten.

 

Die Schule verfügt über zwei Sozialpädagoginnen (Jugendsozialarbeit an Schulen JaS: Diana Zimmermann und Steffi Hüser).

An der Schule sind auch zwei Berufseinstiegsbegleiter (Jörg Schleehaus und Robert Krupar) tätig.

 

Zu folgenden BO-Schwerpunkten wollen wir nähere Ausführungen machen:

 


  1. Nürnberger Portfolio (Vera Krause)
  2. Fördern, Forschen, Lernen (Vera Krause)
  3. Tag des Handels (Stefan Doll)
  4. Berufsorientierungscamps (Sabrina Stahl)
  5. Potentialanalyse (Susann Frank)
  6. Quapo (Susann Frank)
  7. 9 QuAG (Uta Baumgartner)
  8. Berufseinstiegsbegleitung (Jörg Schleehaus/Robert Krupar)
  9. BO bei Jugendsozialarbeit an Schulen (Diana Zimmermann)
  10. Speed-Dating für Logistikberufe der IHK (Günter Amann)
  11. Kultur weckt Talente (Soft-Skills) (Renate Grell)
  12. Übergangsmanagement (Schlau) in der 9. Jahrgangsstufe (Michaela Röser)
  13. BO in der 5. und 6. Jahrgangsstufe (Alexandra Amann-Ott)
  14. BO in der 10. Jahrgangstufe (Uta Wendrich)

 

Die Schulleitung bedankt sich beim Kollegium für die engagierte Mitarbeit bei der Erstellung des

BO-Konzeptes!

 

19. Juli 2013, gez. Peter Weidner, R und Monika Ettl, KRin

 

 

 

Berufsorientierung an der Mittelschule Bismarckstraße

Kurzübersicht (Stand: 19. Juli 2013)

 

 

 

 

5. Jahrgangstufe

6. Jahrgangstufe

7. Jahrgangstufe

Portfolio

Portfolio

Portfolio

Teamtraining in

Zusammenarbeit

JaS und Peter

Frank (Ambulante Dienste e.V.)

Übungsprojekt

„Wir basteln für den Weihnachtsmarkt“

(Beispiel Schuljahr 12/13)

Übungsprojekt

„Versorgung Fußballturnier“

(Beispiel Schuljahr 12/13)

Schulhausübernachtung:

- Klassenregeln

- Umgang mit

Konflikten

- Besprechung d.

Schulhausregeln

- Streitschlichterausbildung

- Berufsorientierungscamp

- Potentialanalyse (NOA)

Speed-Dating

Logistik der IHK

Softskills in Zusammenarbeit mit der IHK (Projektleitung

Sylvia Günther)

8. Jahrgangsstufe

9. Jahrgangstufe

10. Jahrgangsstufe

Portfolio

Portfolio

Portfolio

Übungsprojekt

„Schön, schöner, Schoppershof“

(Beispiel Schuljahr12/13)

Übungsprojekt

„Meine erste Wohnung“

(Beispiel Schuljahr 12/13)

Streitschlichterausbildung

Praktische Erprobung

Potentialanalyse

Speed-Dating

Logistik der IHK

Speed-Dating

Logistik der IHK

Speed-Dating

Logistik der IHK

Berufseinstiegsbegleiter

Berufseinstiegsbegleiter

Quapo (NOA)

Tag des Handels mit der IHK

Tag des Handels mit der IHK

BIZ-Besuche

BIZ-Besuche

Berufsberater

Berufsberater

Berufsberater

„Schlau“ (Übergangsmanagement)

Individuelle Beratung

Bewerbungsverfahren

Übungsprojekt

Europa (Beispiel aus 8m 2011/12

9 QuAG

(Quali/Ausbildungsplatz/

Ganztag)

 

 

 

 

1. Nürnberger Portfolio

 

Unter der Federführung des Staatlichen Schulamts Nürnberg haben Lehrkräfte ein Lerntagebuch für die by Text-Enhance">Berufsorientierung im Unterricht entwickelt. Die vom Amt für Allgemeinbildende Schulen der Stadt Nürnberg mit der Unterstützung der Schöller-Stiftung herausgegebene Arbeitshilfe umfasste zwei Bände, einmal für die Jahrgangsstufen 5 und 6 („Mein Weg“) sowie Klassen 7 bis 10 („Mein Weg zur Ausbildung“). Die beiden Arbeitsmappen wurden 2012 zu einem Ordner mit dem Titel „Mein Weg zur Ausbildung“ zusammengeführt.

Diese Arbeitshilfe wird allen Nürnberger Schülerinnen und Schülern kostenlos zur Verfügung gestellt. Die als „Loseblattordner“ konzipierte Mappe ermöglicht die Dokumentation außerschulischer Aktivitäten und Kompetenzen, enthält Checklisten und Planungshilfen und soll die Schüler/-innen aktivieren, Lernfortschritte zu planen und zu reflektieren. Der Übergang in den Beruf wird durch die Ergänzungen für die Jahrgangsstufen 7-10 stärker in den Vordergrund gerückt. Hier dokumentieren die Schüler/-innen ihre Stärken, die Profile ihrer Zielberufe, ihre Bewerbungsunterlagen, ihre Zertifikate aus Praktika, Projekten und Arbeitsgemeinschaften, ihre außerschulisch erworbenen Qualifikationen und ihre Schritte zur Berufsfindung.[1]

Arbeitshilfen und notwendige Begleitmaterialien für Lehrkräfte (Arbeitsmaterialien, Handreichungen, Lehrplanzuordnungen...) werden zukünftig nicht gedruckt, sondern auf der Homepage des Staatlichen Schulamtes in der Stadt Nürnberg allen Lehrkräften zur Verfügung gestellt.

www.schulamt.info Service Nürnberger Portfolio

 

Vera Krause, Klassenlehrerin, 9m

 

2. Fördern – Forschen - Lernen -

Die Mittelschule Bismarckstraße als Kooperationsschule

Das innovative, moderne Konzept des Modellversuchs "Fördern – Forschen - Lernen" des Lehrstuhls für Schulpädagogik mit Schwerpunkt Hauptschule an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ermöglicht Studierenden die Verknüpfung schulischer Realität und universitärer Lehre.

Zum einen konzipieren und gestalten die Studierenden eine Arbeitsgemeinschaft, die auf die Bedürfnisse unserer Schule und unserer Schülerschaft zugeschnitten ist, zum anderen betreuen sie einzelne Schüler im Rahmen einer Patenschaft und begleiten diese über ein ganzes Schuljahr.

Die Stärkung des Selbstbewusstseins, des Selbstwerts, das Entdecken von Fähigkeiten und Begabungen sind dabei nur einige Punkte, die durch dieses Modell angeregt und initiiert werden

Individuelle Begleitung und Betreuung machen es möglich den Schüler einmal anders zu sehen, intensiver kennen zu lernen und passgenauer zu unterstützen.

Vera Krause Klassenlehrerin, 9m

 

4. Berufsorientierungscamp

Das Berufsorientierungscamp wird in der 7. Jahrgangsstufe durchgeführt und umfasst in der Regel fünf Schultage in einer außerschulischen Einrichtung. Dabei sollen die Schüler einen ersten Einblick in die Vielfalt der Berufe erhalten, Informationsquellen kennenlernen und nutzen sowie Überlegungen zum eigenen Berufswahlprozess anstellen. In verschiedenen Aktions- und Sozialformen entdecken die Schüler ihre eigenen Stärken und Schwächen und formulieren erste Wünsche hinsichtlich ihrer persönlichen Zukunft. Dabei wird die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler gefördert, indem eigene Ziele von jedem Schüler schriftlich fixiert und am Ende des Schuljahres überprüft werden.

Weiterhin beschäftigen sich die Schüler intensiv mit einem Ausbildungsberuf (Anforderungen, Tätigkeitsfelder) und geben ihr Wissen an andere Schüler weiter. Dies geschieht auf unterschiedliche Art und Weise z.B. in Form einer Präsentation, Moderation, Diskussionsrunde oder spielerisch in Form einer Rätselaufgabe. Das Wissen zu Ausbildungsberufen wird multipliziert und die Schüler schulen zusätzlich ihre methodische Kompetenz. Gerade die besonderen Rahmenbedingungen des Camps ermöglichen den Schülern frühzeitig einen erlebnis- und handlungsorientierten Zugang zum Thema und bringen den eigenen Berufswahlprozess voran. Darüber hinaus werden im Camp ausbildungsrelevante und für den Lernprozess wichtige Kompetenzen wie Teamfähigkeit gefördert.

Sabrina Stahl, Klassenlehrerin 7b

 

 

5. Aktionstag Handel

Zielgruppe: Schüler der Abschlussklassen

Ziel: Schülern, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, eine Kontaktmöglichkeit
bzw. Entscheidungshilfe zu geben.

Ablauf / Zeitrahmen: Ende September / Anfang Oktober
1) Information der Schüler der Abschlussklassen und ihrer Lehrer
über die Betriebsangebote und den Ablauf des „Aktionstags Handel“.
2) Schüler ordnen sich nach Interesse den Angeboten zu.
(Schüler die nicht am Aktionstag teilnehmen haben Unterricht, es sei denn
der Klassenlehrer erachtet in Absprache mit der Klasse ein Angebot als so
relevant, dass er mit der ganzen Klasse teilnimmt.)

3 a) Ausgewählte Betriebe und Ausbildungsberufe
werden durch Firmenvertreter (oft Personalabteilungsleiter und Azubis)
in den beteiligten Schulen des Schulverbunds vorgestellt.
3 b) Im Anschluss an die meist 45-minütige Vorstellung
erfolgt die Vergabe der Praktikumsplätze unter den
interessierten Schülern in Form eines kurzen Bewerbungsgesprächs im Kreis.

Für das Schuljahr 2013/14 sind drei Informationsvormittage mit fünf Betrieben zu sechs Ausbildungsberufen am 19.09., 24.09. und 26.09. geplant.

Oktober
Die ausgewählten Schüler absolvieren ihren Praktikumstag
und treffen sich im Anschluss zeitnah
in ihren jeweiligen Schulen um ihre Eindrücke aufzuarbeiten
und eine Präsentation vorzubereiten.

November
Vorbereitung der Präsentation(en)
in Absprache der betreuenden Lehrkräfte schulhausintern oder -übergreifend in zusätzlich anberaumten Treffen.

Ende November
Präsentation der Praktikumseindrücke
in der von den Schülern vorbereiteten Ausarbeitung
in der IHK.

Organisation: Die Aktionstage Handel
werden im Schulverbund organisiert, sodass Schüler auch Angebote in
dem anderen Schulgebäude wahrnehmen können.

Beteiligte Lehrkräfte: KGS: Frau Wahl, Frau Mönius-Toro
Thusnelda-Schule schickt Schüler, aber noch keine aktive Mitarbeit
MS Bismarck: Frau Baumgartner, Herr Amann, Herr Doll

Gesamtorganisation: Herr Doll

Stefan Doll, Klassenlehrer, 7c

 

5. Berufsorientierungsprogramm (BOP)

durchgeführt durch die Noris-Arbeit (NOA) gGmbH als Mitglied des BKN

In Nürnberg wird BOP seit dem Schuljahr 2010/2011 in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt der Stadt Nürnberg und dem Bildungsbüro der Stadt Nürnberg im Rahmen des Projekts Übergangsmanagement flächendeckend an allen öffentlichen Nürnberger Mittelschulen sowie an den Sonderpädagogischen Förderzentren in den Klassenstufen 7 und 8 durchgeführt. Die Durchführung des Projekts ist im Nürnberger Modell Übergang Schule-Beruf verankert und die Teilnahme wird im Nürnberger Portfolio dokumentiert. Der überwiegende Teil der Mittelschulen und alle Förderzentren kooperieren bei der Umsetzung mit dem Berufsorientierung Kooperationsverbund Nürnberg (BKN). BOP wurde seit Beginn erfolgreich in das bisher vor Ort bestehende Nürnberger Modell Übergang Schule – Ausbildung/Beruf im Rahmen des Übergangsmanagement integriert.

Der Berufsorientierung Kooperationsverbund Nürnberg (BKN) ermöglicht in Nürnberg sowohl eine flächendeckende als auch eine untereinander abgestimmte und einheitliche berufliche Orientierung.

Klar benannte Ansprechpartner, eine einheitliche Einführung der Lehrkräfte in das Programm, die frühzeitige Einbeziehung der Eltern, einheitlich angewandte Verfahren und Standards in der Potenzialanalyse und der Praktischen Erprobung durch identische Beobachtungs- und Beurteilungsbogen und eine abgestimmte Definition der Beobachtungs- bzw. Beurteilungskriterien sowie eine einheitliche Dokumentation und Ergebnisdarstellung, die im Nürnberger Portfolio fortgeführt wird, bilden das Gesamtkonzept der BKN.

Zielgruppe sind Schüler/innen von vorwiegend Nürnberger Mittel- und Förderschulen, die sich am Ende der siebten bzw. am Anfang der achten Jahrgangsstufe befinden.

Das Konzept beinhaltet, dass die Schüler in ihrem vertrauten Umfeld mit dieser Thematik beginnen und dann in Begleitung und mit Zwischen- sowie Nacharbeitung durch die vertraute Lehrkraft BOP durchlaufen. Bei den Mittelschülern findet zu Beginn des zweiten Schulhalbjahrs der 7. Klasse die Potenzialanalyse statt und wurde mit Beginn der 8. Klasse durch die Praktische Erprobung fortgesetzt. So können die Schüler/innen im zweiten Schulhalbjahr der 8. Klasse aufgrund der Erfahrungen im BO-Programm ihre Schulpraktika bereits mit einer gewissen Vorstellung, motiviert und zielgerichteter suchen.

Ziel ist es, durch die Potenzialanalyse (PA) und die Praktische Erprobung (PE) Stärken, Neigungen, Interessen und Potenziale herauszufinden sowie eine realistischere und breitere Vorstellung von Berufen zu ermöglichen, die in eine zielgerichtete Durchführung von Schulpraktika mündete. Die Schüler/innen sollen lernen, ihre persönlichen Voraussetzungen und die gegebenen Arbeitsmarktbedingungen mit ihren Neigungen abzugleichen. Neben dem theoretischen Wissen ist es von großer Bedeutung, dass sich die Teilnehmer/innen praktisch in einzelnen Tätigkeitsfeldern erproben können.

Das Berufsorientierungsprogramm besteht aus zwei Teilen

Potenzialanalyse (Ende 7. Klasse/ Anfang 8. Klasse)

Ziel der zweitägigen Potenzialanalyse ist die Erforschung der kognitiven, berufs- und persönlichkeitsbezogenen Kompetenzen von jungen Menschen auf der Basis eines wissenschaftlich abgesicherten Standards. Sie dient des Weiteren der Unterstützung der Schüler/innen bei der Entwicklung einer realistischen beruflichen Orientierung, indem eigene Kompetenzen entdeckt, bewusst gemacht und gestärkt werden.

Das Konzept des BKN besteht aus einer Abfolge von unterschiedlichen Bausteinen, die ineinander greifend agieren. Die Potenzialanalyse beinhaltet dabei folgende Punkte:

· Lehrerinformationsveranstaltung

· Vorbereitung in der Schule (Selbst-/ Fremdeinschätzung, biografisches Interview)

Potenzialanalyse mittels Testverfahren hamet2 Modul 1, Selbst-/Fremdeinschätzung und Test der sozialen Kompetenzen auf Grundlage der zertifizierten Verfahren wie hamet2, Profil AC, Potenzial Assessment und Start AC

· Auswertungsgespräch

· Nachbereitung in der Schule und Übergang in die PE

Praktische Erprobung (in der 8. Klasse)

Aufbauend auf der Potenzialanalyse (der 7. Klasse) findet eine intensive praktische Berufsorientierung (in der 8. Klasse) in den Räumlichkeiten/Werkstätten der miteinander kooperierenden Berufsbildungsstätten statt. Für die Dauer von 2 Wochen oder 80 Zeitstunden werden mindestens drei Berufsfelder ausgewählt, näher kennen gelernt und praktisch erprobt. Hierbei werden Potenziale der Jugendlichen herausgearbeitet und Neigungen und Interessen geweckt. Im Mittelpunkt jedes Berufsfeldes stehen deshalb die zentralen Anforderungen der jeweiligen Berufsbilder, die in Einzel-, Partner- und/oder Gruppenübungen erprobt werden.

Durch die Vielfalt der Methoden ist es möglich, die Jugendlichen sowohl beim eigenverantwortlichen Arbeiten als auch bei Interaktionen zu erleben. Dadurch können die verschiedenen Beurteilungskriterien realistischer abgebildet werden. Weiterhin wird – vor allem im handwerklichen Bereich – Wert darauf gelegt, dass die Jugendlichen für den Bereich typische Materialien kennen lernen und ein Werkstück selbst herstellen, welches sie – als Motivation – mit nach Hause nehmen können. Zusätzlich zu den Einschätzungen durch die Anleiter füllten die Jugendlichen Selbsteinschätzungsbögen aus. Dadurch wird ihnen ein realistisches Selbstbild vermittelt und sie bauen ihre Fähigkeit zur Selbstreflexion weiter aus.

Am Ende der praktischen Erprobung wurden im Rahmen von Auswertungs-/ Einzelgesprächen Stärken und Fähigkeiten hervorgehoben und die Erfahrungen reflektiert. Im gemeinsamen findet ein Abgleich zwischen den erbrachten Leistungen und den festgestellten Potenzialen statt. Im abschließenden Fähigkeitsprofil, das die vorhandenen Potenziale und Kompetenzen darstellt und eine schriftliche Zusammenfassung mündet, werden alle Ergebnisse dokumentiert. Zudem erhalten die teilnehmenden Jugendlichen ein Zertifikat, welches in das „Nürnberger Portfolio“ jedes Schülers aufgenommen wird.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden für den weiteren Beratungsprozess, für die Praktikumsakquise, für Bewerbungen und für die Ausarbeitung individueller Förderpläne genutzt.

Im BKN werden dabei von allen Trägern die Berufsfelder Soziales, Technik und Wirtschaft angeboten. Im Einzelnen werden Einblicke in folgende Bereiche angeboten

 

Metall

 

Verkauf/Handel/Lager

Farbe

 

Wirtschaft und Verwaltung

Holz

 

Gesundheit und Soziales

Bau

 

Hauswirtschaft

 

Nachhaltigkeit

Die Ergebnisse der BO-Maßnahme sind Bestandteil des Nürnberger Portfolios. Die Lehrer als Hauptverantwortliche haben eine Drehscheibenfunktion zu den Schülern, deren Erziehungsberechtigten und weiteren fachlichen Schnittstellen. Hierzu zählen die Berufsberatung inkl. der Berufseinstiegsbegleiter, das Jugendamt mit den Jugendsozialarbeitern an Schulen, Anschlussmaßnahmen im Rahmen des Nürnberger Modells (SCHLAU, Quapo) oder aber auch der Allgemeinen Sozialdienst und die schulischen Fachberatungsdienste. Außerdem werden die Ergebnisse genutzt, um im Anschluss an die Maßnahme die Jugendlichen in ein durch die Lehrer gesteuertes, an den Kompetenzen und Neigungen des Jugendlichen ausgerichtetes Schulpraktikum durchzuführen, dass eine optimale Nutzung der Praktikumszeit sicherstellt. Im Idealfall kann dies zur Übernahme in Ausbildung führen. Dadurch kann es zur Vermeidung von unüberlegten Praktikumseinsätzen, die nicht Ziel führend sind, kommen, was im weiteren Verlauf unmotivierten Ausbildungsabbrüchen vorbeugen kann.

 

Susann Frank

Noris-Arbeit (NOA) gGmbH

Juli 2013

 

6. Quapo – Qualibegleitende Hilfen und Ausbildungsplatzoffensiven für Nürnberger Jugendliche

Seit 2003 wird in Nürnberg das Projekt Quapo von der Noris-Arbeit (NOA) gGmbH in Zusammenarbeit mit mittlerweile 21 Nürnberger Mittelschulen als Teil des Nürnberger Modells: Übergang Schule – Berufliche Ausbildung (vgl. gemeinsame Sitzung Schul- und Jugendhilfeausschusses vom 26.05.2011) angeboten. Quapo geht auf eine Initiative des Rats für Integration und Zuwanderung der Stadt Nürnberg zurück und wird von diesem auch finanziell unterstützt.

Mit Hilfe von Quapo werden Schüler/innen der achten und neunten Klasse Mittelschule beim Erwerb des Qualifizierenden Hauptschulabschlusses unterstützt und gleichzeitig beim Übergang Schule - Beruf begleitet.

1.1. Förderunterricht

Der Förderunterricht findet in der Regel in Kleingruppen von durchschnittlich 10-12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern pro Gruppe überwiegend in den Fächern Deutsch und Mathematik statt. In den Osterferien der 9. Klasse werden zusätzlich Unterrichtseinheiten im jeweiligen gewählten Fach für den Qualifizierenden Mittelschulabschluss Englisch, PCB oder GSE angeboten. In den Pfingstferien haben die Teilnehmer/innen der 9. Klasse die Möglichkeit, sich in einem Probe-Quali auf die Prüfungssituation vorzubereiten und gleichzeitig ihren aktuellen Wissenstand zu überprüfen.

 

1.2. Berufsorientierung/ Bewerbungstraining

Mit Beginn der Teilnahme am Projekt werden die Jugendlichen bei der Berufsorientierung unterstützt. Da immer mehr Jugendliche keine bzw. eine nur auf wenige Berufe beschränkte berufliche Orientierung haben, wurden die Anstrengungen in diesem Arbeitsfeld ausgeweitet. Um den Prozess der Berufsfindung noch weiter zu unterstützen, bestehen zu über 40 Nürnberger Firmen Kontakte, die den Teilnehmer/innen im Rahmen einer Betriebserkundung ihre Firmen vorstellen. Im weiteren Verlauf der Berufsorientierung werden mit den Jugendlichen individuelle Termine vereinbart, an denen zunächst mit ihnen eine Berufswegeplanung erfolgt. Anschließend erhalten sie Unterstützung beim Erstellen individueller Bewerbungsunterlagen, die laufend aktualisiert und optimiert werden. Auch bei Online-Bewerbungen, beim Trainieren von Vorstellungsgesprächen und durch das Üben von Einstellungstests werden die Teilnehmer/innen unterstützt. Außerdem unterstützen wir die Teilnehmer/innen durch das Trainieren von Vorstellungsgesprächen und das Üben von Einstellungstests.

 

1.3. Förderung von Schlüsselqualifikationen / der Ausbildungsreife

Nachdem immer wieder gravierende Defizite bei den so genannten „soft skills“ festgestellt werden, wurde bei Quapo das Training dieser Schlüsselqualifikationen kontinuierlich eingebaut. Die teilnehmenden Jugendlichen müssen sich an feste Absprachen halten. Angelehnt an die Pflichten von Auszubildenden gelten strenge Regeln hinsichtlich Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Entschuldigung, Lernbereitschaft, Arbeitsmittel usw. Da das Projekt über einen Zeitraum von 18 Monaten mit hohem zeitlichen Aufwand für die Jugendlichen läuft, werden dadurch auch das Durchhaltevermögen und die Motivation der teilnehmenden Jugendlichen gefördert. Auch lernen die Teilnehmer/innen ihre Zeit sinnvoll zu planen, d. h. sie entwickeln ihr Zeitmanagement.

Eine starke Gewichtung wird außerdem auf die Verbesserung der Methodenkompetenzen gelegt, da fehlende Sozial- und Methodenkompetenz häufig von den Ausbildern als Haupthindernisse für das Zustandekommen eines Ausbildungsverhältnisses genannt werden. Im Bereich Methodenkompetenz werden neben dem Telefontraining grundlegende Kenntnisse z. B. das Lesen eines Stadtplanes, das Finden einer passenden Busverbindung, das Ausfüllen eines Antragsformulars vermittelt. Auch die Einführung des eigenverantwortlichen Arbeitens als fester Bestandteil des Unterrichts trägt zu einer Verbesserung der Ausbildungsreife bei, da die Jugendlichen hier ebenfalls ihre Methoden- und Sozialkompetenzen (weiter-) entwickelten. Sie lernen bzw. vertieften verschiedene Lernformen zum Wissenserwerb bzw. zur Wissensfestigung. Außerdem wird die Fähigkeit geschult, Prioritäten zu setzen und in der richtigen Reihenfolge abzuarbeiten. Darüber hinaus arbeiten sie in diesen Unterrichtseinheiten häufig in Kleinstgruppen themenbezogen zusammen, so dass dadurch auch die sozialen Kompetenzen geschult wurden.

 

1.4. Elternarbeit

Wichtiger Projektbestandteil ist die Einbeziehung der Eltern in die verschiedenen Prozesse. Während des Anmeldegesprächs werden Abläufe und Regeln besprochen und den Eltern die Wichtigkeit einer aktiven Unterstützung ihres Kindes im Übergangsprozess verdeutlicht. Weitere kontinuierliche Kontakte zu den Eltern helfen bei anstehenden Problem- oder Fragestellungen.

1.5. Zusammenarbeit mit den Schulen

Die Schulen erhalten regelmäßig Anwesenheitslisten und dreimal während der Projektlaufzeit eine ausführliche Rückmeldung über jede/n einzelne/n Schüler/in.

Im Rahmen von Elternabenden an Schulen zum Thema Berufsorientierung werden immer wieder auch Mitarbeiter/innen von Quapo eingeladen, um den anwesenden Eltern die Vielfalt der Unterstützungsmöglichkeiten im Bereich Übergang Schule – Ausbildung/Beruf darzustellen und ihnen gemeinsam mit den zuständigen Lehrkräften die Entscheidung für das für ihr Kind individuell passende Unterstützungsangebot zu erleichtern.

Susann Frank

Nürnberg, Juli 2013

Noris-Arbeit gGmbH

 

 

 

7. Berufsorientierung in der QUAG – Klasse 9q

 

Diese spezielle 9. Klasse wendet sich an Schüler/innen, die den Qualifizierenden Abschluss der Mittelschule oder auch den Erfolgreichen Mittelschulabschluss nicht erreicht haben. Normalerweise haben sie auch deshalb keinen Ausbildungsplatz gefunden.

 

Das Konzept QUAG = Qualivorbereitung und Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche in einer Ganztagsklasse bietet diesen Schüler/innen die Möglichkeit, in einer kleinen Klasse im überschaubaren Rahmen mit vielfältiger Unterstützung beide Ziele anzugehen.

 

Neben dem ganz normalen Lehrplan für die 9. Klasse wird viel Wert auf die sogenannten soft skills gelegt – auch deshalb steht zu Beginn der Arbeit ein gemeinsames Team – Training. Gerade diese Fähigkeiten sind ausbildenden Betrieben sehr wichtig und sollen systematisch das ganze Schuljahr über eingeübt werden. Das bedeutet, dass Wert auf ganz einfache Dinge wie das Grüßen und allgemeine Höflichkeit gelegt wird. Außerdem arbeiten wir viel im Team, um auch hier die Weichen für ein gelingendes Berufsleben zu stellen. So lernen die Schüler/innen sich auch mit denen auseinander zu setzen, mit denen sie normalerweise nicht viel zu tun haben wollen und stärken ihre Selbstkompetenz.

 

Die Klasse wird von zwei Personen angeleitet: der Klassenlehrerin und dem sogenannten Trainer, der auch Unterricht hält, vor allem aber für die Berufsorientierung zuständig ist.

 

Das bedeutet, dass er zu Beginn des Schuljahres mit jedem Schüler und jeder Schülerin der Klasse Einzelgespräche führt, um ihre Wünsche, Fähigkeiten und Eignung in Erfahrung zu bringen. Häufig haben die Schüler/innen, obwohl sie die 9. Klasse zum zweiten Mal durchlaufen, immer noch keine Vorstellung davon, welchen Beruf sie ergreifen möchten. Andere haben sehr unrealistische Ideen, von denen sie behutsam abgebracht und in eine andere Richtung gelenkt werde.

In der Folge zeigt der Trainer verschiedene Berufsmöglichkeiten auf und bringt den Schüler/innen auch Alternativen nahe. Grundsätzlich ist unser Ziel, dass die Schüler/innen neben ihrem Hauptwunsch auch immer einen „Plan B“ entwickeln. So soll Flexibilität erreicht werden und auch die Erkenntnis reifen, dass es immer mehrere gute Wege zu einem erwünschten Ziel gibt.

 

Flankiert wird das durch außerschulische Partner/innen über den Besuch von Speed - Datings der IHK oder der Arbeitsagentur, mit Informationen über verschiedene Berufe durch die Handwerkskammer usw.

 

Uta Baumgartner, Klassenlehrerin 9q

 

8. Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) an der MS Bismarckstraße


Überblick:
Ein Berufseinstiegsbegleiter (BerEb) unterstützt Schüler der 8./9.Klasse individuell.
Der Teilnehmer kann bis zu 24 Monate nach Beendigung der Schule weiter betreut werden, wenn keine Ausbildung aufgenommen wurde.

Dabei übernimmt der Berufseinstiegsbegleiter die Funktion eines Beraters und coacht die Schüler zielgerichtet bei den zu bewältigenden Aufgaben.

Der Berufseinstiegsbegleiter bietet Unterstützung bei:

Persönlichkeitsentwicklung/ Ausbildungsreife

Schulabschluss erreichen

Förderung und Erweiterung der sozialen Kompetenzen

Entwicklung realistischer Berufsperspektiven

Ausbildungsplatzsuche

Unterstützung der Bewerbungsbemühungen

Übergangsmangement Schule-Beruf

Unterstützung bei der Eingliederung in betriebliche Ausbildung:

Verbesserung der Arbeitsmarktchancen der einzelnen Jugendlichen durch individuelle Betreuung und Begleitung

bis zu 12 Monate nach Beginn der beruflichen Ausbildung


Rückblick/ Vorschau

Die Berufseinstiegsbegleiter Jörg Schleehaus und Robert Krupar haben 36 Schüler im Schuljahr 2012/2013 in fünf verschiedenen Klassen betreut. Für das kommende Schuljahr 2013/2014 sind 40 Plätze geplant.
Die Mitarbeiter der Bfz gGmbH unterstützen die Schüler und Schülerinnen mit Hausauf-gabenbetreuung, Vermittlung von Lerntechniken, Lernunterstützung, Organisation von Nachhilfeangeboten, Training zur Verbesserung von personellen Kompetenzen (Selbstbewusstseinsübungen), Erstellung von individuellen Bewerbungsunterlagen, Akquise und Recherche von Praktikums- und Ausbildungsplätzen und mit der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche. Darüber hinaus sind die BerEbs mögliche Ansprechpartner für persönliche Probleme und Belange. In den Ferien organisieren sie Freizeitangebote oder Workshops für ihre Teilnehmer.

Hinzu erörterten sie bestehende Unterstützungsangebote im Umfeld der Jugendlichen und vernetzen sich mit den beteiligten Akteuren wie beispielsweise mit dem Klassenlehrer, Eltern, Schulsozialarbeiter, Agentur für Arbeit, Firmen, Jugendzentren usw.

 

Jörg Schleehaus u. Robert Krupar , Bfz gGmbH

9. Berufsorientierung bei der Jugendsozialarbeit an Schulen JaS

a) Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung und am Übergang Schule-Beruf

Vor allem für die SchülerInnen der 8. und 9. Klassen ist eine Unterstützung bei der beruflichen Orientierung notwendig. Das Ziel von JaS ist es, die berufliche Integrationsfähigkeit der SchülerInnen zu erhöhen und ihnen die bestmöglichen Chancen zur beruflichen Eingliederung zu ermöglichen. Um die bestmögliche Wirkung zu erzielen, ist es notwendig mit unterschiedlichen Projekten zur beruflichen Orientierung, sowie in Form von Einzelberatungen und einer konkreten Bewerbungshilfe orientiert an dem jeweiligen Schüler/in zusammen zu arbeiten bzw. zu arbeiten. Aufgabe von JaS ist es, mit den einzelnen Projekten zu kooperieren und eine Vermittlungsfunktion zu übernehmen.

 

b) Einzelfallhilfe zur beruflichen Orientierung und Bewerbungshilfe

Dieses niedrig-schwellige, engmaschige Angebot von JaS richtet sich an einzelne Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe, die von keinem anderen Unterstützungssystem zur beruflichen Orientierung erfasst sind. Ziel des Angebots ist die Erarbeitung und Entwicklung eines realistischen Berufswunsches, dem Erstellen einer kompletten Bewerbungsmappe, dem regelmäßigen Bewerben und letztendlich dem Finden einer Ausbildungsstelle. Einen wesentlichen Bestandteil stellen hier die Beratung und das individuelle Bewerbungscoaching dar. In diesem Rahmen erhalten die Schüler ganz individuell Beratung und Unterstützung bei der Suche nach Ausbildungs- und Praktikumsstellen (Umgang mit dem PC/Internet, Zeitungen), dem Verfassen von Bewerbungen, dem Zusammenstellen einer Bewerbungsmappe, dem Telefonieren oder dem Üben von Vorstellungsgesprächen. Weitere Inhalte sind Informationsgespräche über bestimmte Berufsbilder, Alternativen zu beruflichen Wünschen, weiterführende Schulen, Berufsfachschulen oder das Freiwillige Soziale bzw. Ökologische Jahr. Des Weiteren berät JaS Eltern zu Fragen der beruflichen Orientierung.

 

Wichtig für JaS ist es, die unterschiedlichen Projektpartner für den Übergang Schule-Beruf zu kennen. Aus diesem Grunde hat die JaS-Fachkraft die einzelnen Projektpartner zu sich eingeladen, um die Zusammenarbeit am Laufen zu halten bzw. zu intensivieren.

 

Die JaS-Fachkraft, arbeitet in einem Netzwerk der Kooperationspartner der Bismarck- Mittelschule, die mir Fragen der beruflichen Orientierung betraut sind, zusammen.

c) Berufsberatung der Agentur für Arbeit

JaS übernimmt die Terminierung und Koordination von Beratungsterminen und begleitende Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei Beratungskontakten mit der Berufsberaterin der Agentur für Arbeit. Die Durchführung gemeinsamer Beratungstermine (mit Einverständnis der Schüler), einmal im Monat ein Vormittag, fanden mit der JaS-Fachkraft statt, so dass diese auf dem aktuellen Stand blieb und eine Kooperation mit der Berufsberaterin sehr gut funktionierte. Die JaS-Fachkraft begleitete einzelne Schülerinnen und Schüler zu ihren Einzelberatungen in die Agentur für Arbeit, sowie Klassen zu Informationsveranstaltungen und zu den Besuchen ins Berufsinformationszentrum (BIZ).

 

d) Arbeitsgruppe: Streitschlichter

Seit 13 Jahren besteht die AG Streitschlichter an der Bismarck- Mittelschule, die aktiv bei der Gestaltung des Schullebens mitwirkt.

Auch im Jahr 2013 wurden neue Streitschlichter an der Bismarck Mittelschule ausgebildet. Die Ausbildung fand vom 02. bis 04. Mai 2013 statt und wurde von Frau Renate Grell und Frau Zimmermann vorbereitet und durchgeführt. Zu den alten neun Streitschlichtern kamen sechs neu ausgebildete dazu. Ende des Schuljahres 2011/2012 verließen mehrere Streitschlichter die Gruppe, weil sie eine Ausbildung anfingen bzw. auf weiterführende Schulen wechselten. Die Streitschlichter Gruppe im Jahr 2013 besteht aus 15 aktiven Schlichtern, die sich regelmäßig ein Mal wöchentlich treffen, um Fälle zu besprechen, die nächste Ausbildung vorzubereiten oder aktuelle Anliegen zu bearbeiten und sich auszutauschen.

Im Zeitraum Februar bis April 2012 haben die Streitschlichter mit Unterstützung des Medienzentrums Parabol einen Film über ihre Arbeit an der Schule erstellt. Alle Einheiten vom Schreiben des Drehbuches, den Drehtagen und das Schneiden des Films wurde von den Schülern in Kooperation mit dem Medienzentrum Parabol durchgeführt. Der Film soll zur Präsentation der Arbeitsgruppe „Streitschlichter“ dienen, bzw. neue SchülerInnen zur Ausbildung von Streitschlichtern mobilisieren. Das Projekt wurde über Think Big mit 400,- Euro finanziert.

 

Diana Zimmermann, Sozialpädagogin

 

 

10. Speed-Dating für Logistikberufe der IHK

 

Am 10.07.2013 wurde die vierte Veranstaltung dieser Art in den Räumen der IHK Nürnberg durchgeführt. Die Mittelschule Bismarckstraße beteiligte sich zum zweiten Mal daran.

Das Besondere an dieser Speed-Dating Veranstaltung ist, dass dabei nur Berufe aus dem Berufsfeld Logistik vorgestellt werden, einem Berufsfeld, in dem in der Metropolregion Nürnberg immerhin ca. 100 000 Menschen beschäftigt sind. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 7. Jahrgangsstufe, ist aber besonders interessant für die Abschluss- bzw. „Vorabschluss“-Klassen.

Im Oktober 2012 nahm die Mittelschule Bismarckstraße erstmals mit 10 Schülerinnen und Schülern aus den Klassen 10 a und 9 QUAG teil. Bei der Veranstaltung im Juli 2013 beteiligten sich von unserer Schule 16 Kinder aus den Klassen 7c und 9M.

Zur Vorbereitung des Speed-Datings wurden den Teilnehmern zunächst der Begriff Logistik erklärt und die Bedeutung dieser Branche in der Metropolregion Nürnberg unterstrichen. Die beteiligten Firmen und die vorgestellten Berufe wurden angesprochen und eventuell vorhandenes Vorwissen aktiviert. Der Ablauf der eigentlichen Veranstaltung kann dabei sehr einfach mit einem Internet-Videoclip gezeigt werden. Schließlich wurden mit den Schülerinnen und Schülern noch mögliche Fragen an die Vertreter der Betriebe sowie Strategien zum Umgang mit der kurz bemessenen Gesprächszeit erarbeitet. Insgesamt nahm die Vorbereitung der Teilnehmer nicht mehr als eine Unterrichtsstunde in Anspruch.

Am Veranstaltungstag selbst gehen die Schülerinnen und Schüler nach einer kurzen Einführung in Kleingruppen (2-4 Personen) reihum zu jedem der beteiligten Betriebe. Dort informieren sie sich in 4-Minuten-Gesprächen über die vorgestellten Berufe, Einstiegsvoraussetzungen, den vorstellenden Betrieb, Chancen auf Praktikums- und Ausbildungsplätze usw. Im Anschluss an die eigentliche Speed-Dating Runde bieten sich noch weitere Informationsmöglichkeiten, z.B. die Besichtigung eines modernen LKWs. Alles in Allem dauert die Veranstaltung etwa 1,5 bis 2 Stunden, die Teilnahme ist also mit einem relativ geringen Zeitaufwand zu realisieren. Den Schülerinnen und Schülern wird von der IHK eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Insgesamt ist die Teilnahme der Mittelschule Bismarckstraße an diesen Veranstaltungen eine willkommene zusätzliche Bereicherung des bereits vorhandenen Angebots. Bereits von Beginn an beteiligte sich unsere Schule mit großem Erfolg an den „Tag des Handels“ Veranstaltungen der IHK, durch „Speed-Dating Logistikberufe“ wird nun zusätzlich eine Berufssparte abgedeckt, die in jüngerer Vergangenheit und wohl auch in der Zukunft eine erhebliche Zahl an Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen zur Verfügung stellte bzw. stellen wird.

Günter Amann, Klassenlehrer 9c

 

 

 

11. Kultur weckt Talente (Soft-Skills)

 

Das Projekt

Persönlichkeitsentwicklung durch kulturelle Impulsveranstaltungen fördern und unterstützen.

Durchgeführt wird dieses Projekt von der IHK Nürnberg mit dem Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ).

 

Die beteiligten Kultursparten sind:

- Bildende Kunst (Bildbetrachtung, Analysefähigkeit, Medienkompetenz)

- Musik (Improvisation, Flexibilität, Gruppendynamik)

- Theater (Körpersprache, Rhetorik)

- Tanz (Koordination, Raumerfahrung)

- Literatur (kreatives Schreiben, Ausdrucksstärke)

 

Das Konzept

Im Mittelpunkt steht das Coaching verschiedener Fähigkeiten in Verbindung mit Kultur.

Durch das Angebot verschiedener Module aus den unterschiedlichen Kultursparten haben die SchülerInnen die Möglichkeit, sich und ihre Fähigkeiten innerhalb eines halben Jahres zu entdecken und zu erproben.

 

Ablauf:

- 7 Workshops für jede Gruppe, je 135 Minuten

- Zielgruppe sind 150 SchülerInnen der 7. und 8.Klassen Nürnberger Mittelschulen

- Die Workshops sind über 6 Monate verteilt

- Eine Intensivierung der Basismodule ist zusätzlich möglich

 

Vorteile:

- Sensibilisierung für die eigenen Stärken und Schwächen

- Reflexion der individuellen Außenwirkung

- Förderung des Selbstbewusstseins und der Konzentrationsfähigkeit

- IHK-Zertifikat für erfolgreiches Mitwirken

- Gemeinsam organisierte Präsentation mit geladenen Gästen

 

 

Erstmalige Teilnahme der MS Bismarckstraße im Schuljahr 2012/2013

Teilnehmer: 15 SchülerInnen der Klasse 7m und 5 Schüler der Klasse 7c

 

Das hat uns sehr gefallen:

- das Konzept

- das Engagement der Dozenten

- die Veranstaltungsorte der Workshops sind kulturelle Einrichtungen der Stadt Nürnberg, die die Schüler auf eine neue Art und Weise kennenlernen durften

- die Teambildung wird verstärkt

- Lehrkräfte erleben ihre Schüler neu

- das Miteinander von M- und Regelklasse liefert einen wichtigen Beitrag zum sozialen Klima an einer Schule

 

Das muss man bedenken:

- nur 20 Schüler einer Schule können daran teilnehmen

- eine Unterstützung des Projektes durch interessierte Klassenlehrkräfte in der Vor- und Nachbereitung ist unbedingt erforderlich

 

 

Ansprechpartner:

Stefan Kastner, IHK Nürnberg für Mittelfranken

Sylvia Günther, KPZ

Stefan Kuen, Staatliches Schulamt Nürnberg

 

Renate Grell, Klassenlehrerin 7m

 

 

12. Übergangsmanagement „Schlau“ in der 9. Jahrgangsstufe


Im Schuljahr 2012/13 beteiligten sich die neunten Klassen sich wieder beim Übergangsmanagement „Schlau“. Die Durchführung erfolgte an der Berufsschule, die in unmittelbarer Nähe zur Mittelschule Bismarckstraße liegt.
Jeder Schüler/Jede Schülerin erhielt hierzu mit seinem Portfolioordner und den letzten Zeugnissen (in Kopie) "ausgerüstet" individuell ein Beratungsgespräch. Im Laufe dieses Gesprächs wurden so die persönlichen Berufswünsche und deren Realisierbarkeit überprüft. Es wurden Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, um die Berufswünsche zu realisieren. Bei denjenigen, bei denen die Realisierung aufgrund der Noten und/oder anderer Voraussetzungen scheiterte, wurden Alternativen genannt. Auch für Schüler, die keinerlei Perspektiven für die Zukunft hatten, wurden entsprechende Angebote genannt.
Am Ende hatte jeder Schüler/jede Schülerin eine kleine Mappe mit Informationsmaterial und verschiedenen Möglichkeiten und Wegen, die eben individuell an dem Schüler/der Schülerin orientiert und entsprechend angepasst waren. Das Feedback der Schüler/innen war sehr positiv, da sich jeder/ jede gut beraten fühlte.

 

Michaela Röser, Klassenlehrerin 9a

 

13. Vertiefte Berufsorientierung in der 5. Und 6. Jahrgangsstufe

 

a) Vertiefte Berufsorientierung in der 5. Klasse

 

1. Eine neue Lerngemeinschaft

- Kennenlerntag außerhalb des unterrichtlichen Rahmens

à Schulhausübernachtung (umfassende Vorstellung, Kennenlernen der Schule und der Einrichtungen / Gruppen / AGs…, Schulhausralley, Besprechung der Schulordnung / Bismarck ABC, Klassenregeln erstellen, Erwartungen des Einzelnen, …)

 

2. Berufe/ Arbeitsplätze kennen lernen

- Arbeitsplätze/ Berufsbilder im Schulumfeld (nicht nur Schule!!!) kennen lernen ( Kinder suchen sich in der Schulumgebung einen Menschen, dessen Beruf sie interessiert und der ihnen darüber berichtet; Kinder halten über diesen Beruf ihrer Wahl ein Kurzreferat)

 

3. Lernstrategien entwickeln

- Lernen lernen

- Methodentraining

- überprüfen und trainieren von Grundkompetenzen

- Lernvereinbarungen treffen

- Wie kann ich Ziele erreichen? (Persönliche Strategien erarbeiten)

- Lerntagebücher / Reflexion: Habe ich mein Ziel erreicht? Warum ja? Warum

nein? Was kann ich anders machen, um es zu erreichen?

 

4. Partnerarbeit /Teamfähigkeit

- Vorgehensweise für ziel- und ergebnisorientierte Partnerarbeit einüben und

anwenden

- Arbeiten mit Partnern (wechselnde Partner)

- Selbsteinschätzung – Fremdbeobachtung anbahnen (regelmäßige Reflexion)

 

5. Meine Fähigkeiten/ Fertigkeiten

- Girls und Boys Day

- Selbsteinschätzung/ Fremdeinschätzung -> Anlegen eines persönlichen Profils

 

6. Übungsprojekt

- Erproben meiner Fähigkeiten und Fertigkeiten

à fächerübergreifend !!!!

à Selbsteinschätzung über eigene soziale Kompetenzen

à Fremdeinschätzung

 

7. Erste Schritte zur Gestaltung der eigenen Zukunft

- umfassende Vorstellung der eigenen Person

à mündlich vgl. Schulhausübern.

à in Form eines Steckbriefs

 

- Freizeitgestaltung

- was tue ich

- wie könnte ich evtl. manches „sinnvoller“/zielorientierter gestalten

- Vereine in der Umgebung kennen lernen / Angebote erkunden

 

8. Elternarbeit

- interaktiver Elternabend: Was stelle ich mir für mein Kind vor? Was genau will

ich? Was muss ich dazu beitragen? Was kann die Schule/der Lehrer leisten?

- (Abgleich mit Zukunftsvorstellungen der Kinder, Eignung der Kinder aufzeigen,

Stärken/Schwächen, Nahziele/konkrete Ziele setzen)

- Infoabend „Bildungswege über die Mittelschule“ / Notwendigkeit RS/Gym

 

9. Beständige Arbeit an Umgangsformen

 

10. Kooperationen suchen, die das Programm unterstützen

à Firmen

à Senioren

 

b) Vertiefte Berufsorientierung in der 6. Klasse

 

1. Berufe/ Arbeitsplätze kennen lernen

- Arbeitsplätze/ Berufsbilder im eigenen Lebensumfeld kennen lernen ( Mit den

Eltern/ Verwandten einen Tag mitgehen; Eltern/ Verwandte stellen ihren Beruf

vor; Kinder halten über den Beruf von Eltern/Verwandten ein Referat)

 

2. Lernstrategien entwickeln

- Lernen lernen

- Lernvereinbarungen treffen

- Methodentraining

- Wie kann ich mein Ziel erreichen? (Persönliche Strategien erarbeiten)

- Lerntagebücher / Reflexion: Habe ich mein Ziel erreicht? Warum ja? Warum

nein? Was kann ich anders machen, um es zu erreichen?

 

3. Arbeit in der Gruppe /Teamfähigkeit

- Vorgehensweise für die Gruppearbeit einüben und anwenden

- Arbeiten in der Gruppe (wechselnde Gruppen)

- Selbsteinschätzung – Fremdbeobachtung (regelmäßige Reflexion)

 

4. Meine Fähigkeiten/ Fertigkeiten

- Girls und Boys Day

- Selbsteinschätzung/ Fremdeinschätzung -> Anlegen eines persönlichen Profils

 

5. Übungsprojekt

- Erproben meiner Fähigkeiten und Fertigkeiten

à fächerübergreifend !

àSelbsteinschätzung über eigene soziale Kompetenzen

à Fremdeinschätzung

 

6. Weitere Schritte zur Gestaltung der eigenen Zukunft

- sich selbst einschätzen (Stärken / Schwächen)

- Wie stelle ich mir meine Zukunft vor? (Lebensperspektiven aufzeigen)

- Rechte und Pflichten als Erwachsener und als Kind (evtl. auch Thema am

Elternabend)

- interaktiver Elternabend: Was stelle ich mir für mein Kind vor? Was genau will

ich? Was muss ich dazu beitragen? Was kann die Schule/der Lehrer leisten?

- (Abgleich mit Zukunftsvorstellungen der Kinder, Eignung der Kinder aufzeigen,

Stärken/Schwächen, Nahziele/konkrete Ziele setzen)

 

7. Beständige Arbeit an Umgangsformen

 

8. Kooperationen suchen, die das Programm unterstützen

à Firmen

à Senioren

 

Alexandra Amann-Ott, Klassenlehrerin 6c

 

 

 

14. Berufsorientierung an der MS Bismarckstraße 10. Jahrgangsstufe

In dieser Jahrgangstufe steht die individuelle Begleitung der Schüler/innen durch Lehrkräfte und schulische/außerschulische Partner im Vordergrund.

 

Deutsch- und AWT-Unterricht:

- Vorstellung aktueller Berufswünsche zu Beginn des Schuljahres

- Information über berufliche Möglichkeiten nach der Mittleren Reife

- Erstellung individueller Bewerbungsunterlagen

- Training von Vorstellungsgesprächen

 

Zusammenarbeit mit (außer)schulischen Partnern:

- Monatliche Einzeltermine bei der Schulsprechstunde der Agentur für Arbeit (Frau Jandorf) organisiert von JaS1) (Diana Zimmermann) → enger Kontakt zwischen Arbeitsagentur, JaS, Schülern, Rückmeldung von Entwicklungen an die Klassenlehrkräfte

- Einzelunterstützung durch SCHLAU bei der Erarbeitung des Berufswunsches, der Vermittlung von Stellenangeboten und der Erstellung von aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen

1) Jugendsozialarbeit an Schulen

 

Uta Wendrich, Klassenlehrerin 10mb