Start Familienfreundliche Schule
Familienfreundliche Schule PDF Drucken E-Mail


Neue Präambel der familienfreundlichen Schule - zum Download bitte hier klicken

 

Dokumentation 2011/12 und 2012/13 "familienfreundliche Schule" an der Mittelschule Bismarckstr. - zum Download bitte hier klicken



Infobroschüre "familienfreundliche Schule" - zum Download bitte hier klicken


Bausteine für eine familienfreundliche Schule


1. Baustein: Werteerziehung „Prima Klima“


Eine gute Schule zeichnet sich dadurch aus, dass sich alle wohl fühlen und sich gegenseitig respektieren und akzeptieren. Unter dem Leitthema „Prima Klima“ arbeitet die Bismarck-Grund- und -Hauptschule seit 2008 daran, das gemeinsame Schulklima immer weiter zu verbessern. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, ihre Persönlichkeit zu entwickeln, ihr Leben selbstständig und verantwortlich zu führen und daran mitzuwirken, dass Mitmenschlichkeit und Toleranz das Verhalten und Zusammenleben in unserer Gesellschaft maßgeblich bestimmen. Dies lässt sich nur in enger Zusammenarbeit mit den Eltern erreichen, die wir seit fünf Jahren verstärkt durch familienfreundliche Angebote an unsere Seite holen. Die hohe Zahl an Familien mit Migrationshintergrund macht hier verstärkte Anstrengungen notwendig. In folgenden Bereichen sind wir aktiv: Kommunikation (z. B. Zusammenarbeit im Schulforum), Höflichkeit. Gemeinsame Aktivitäten (z.B. Schulpatenschaften), Vorbeugung von Gewalt (Achtung Grenze, Streitschlichter), Grundregeln des Zusammenlebens in der Schule gemeinsam vereinbaren (Schulcharta, Sozialziele - Katalog), „der Schule ein Gesicht geben“ (Portraittafeln  der Lehrer und allen anderen an der Schule arbeitenden Personen im Eingangsbereich, Schautafeln an den Klassenzimmern), Dokumentation unserer Arbeit  (Homepage, Schülerzeitung). Wir verstehen uns als ein Schulteam, eine Schulfamilie aus Schülern, Eltern, Lehrern und pädagogischen Mitarbeitern sowie verschiedenen Kooperationspartnern unserer Schule. Alle, Eltern, Schüler und Lehrkräfte, wirken im Schulforum mit an der konkreten Verwirklichung der oben genannten Ziele.


2. Baustein: Schulcharta

Seit zwei Jahren arbeitet die Grund- und Hauptschule gemeinsam mit einer „Schulhauscharta“, in der einige wenige Grundregeln formuliert werden, die - leicht verständlich - von allen Mitgliedern der Schulfamilie verbindlich einzuhalten sind. Piktogramme, die die wichtigsten Regeln noch einmal zusammenzufassen, sind im Schulhaus an maßgebender Stelle aufgehängt, damit diese immer wieder neu in Erinnerung gebracht werden können. Regelmäßig werden in den Klassen einzelne Themen schwerpunktartig behandelt und realisierbare Konsequenzen bei Nichtbeachtung der einzelnen Regeln zusammen erarbeitet und erprobt. Wichtig ist es uns, mit den Eltern einen Konsens über pädagogisch sinnvolle Regeln und Konsequenzen bei Verstoß gegen diese zu erzielen. Vor der Einführung der Schulregeln wurde eine Elternbefragung durchgeführt. Im Rahmen des Schulforums, an dem neben den Schulleitungen Vertreter der Eltern sowie die Schulsprecher teilnehmen, findet darüber hinaus eine regelmäßige Reflexion und Überarbeitung statt. Die Schulhausregeln wurden auch in türkischer und russischer Sprache übersetzt.


3. Baustein: Arbeit mit dem Sozialziele – Katalog


Der Wertewandel in unserer Gesellschaft und die Veränderung der Familienstrukturen sind auch in unserer Schule zu spüren und stellen uns vor besondere Herausforderungen. Unsere Schüler zeigen ein deutlich verändertes Lern- und Sozialverhalten. Disziplinprobleme, Verhaltensauffälligkeiten bzw. wenig förderliches Sozialverhalten erschweren das Zusammenleben. Damit einhergehend ist ein Verlust von verbindlichen Ordnungen und Normen zu beobachten. Die Arbeit mit dem Sozialziele- Katalog setzt deshalb auf eine positive Verhaltensregulation durch das gemeinsame Erarbeiten und Aufzeigen von Positiv-Beispielen für spezifisches Verhalten. Dem von uns verwendeten Sozialziele - Katalog liegt die Sichtweise zugrunde, dass soziales Lernen zu einem eigenständigen Lernfeld werden muss. Das bedeutet eine systematische Vermittlung sozialer Fertigkeiten auf der Grundlage eines curricularen Sozialerziehungs-Lehrgangs. Unsere Ziele werden mit den Eltern abgesprochen und wir bauen darauf, dass auch in den Familie auf die Umgangs- und Verhaltensformen geachtet wird. Die Familien werden durch die Arbeitsmappen der Kinder über die jeweiligen Sozialziele informiert.


4. Baustein: Soziales Kompetenztraining in der Hauptschule

Nach intensiver Absprache mit den Klassenleitern wurden einzelne Module für die jeweilige Klasse vorab passgenau ausgewählt, die einen sinnvollen und abwechslungsreichen Aufbau aufweisen. Die Projekteinheiten stellen einen wichtigen Impuls für das soziale Lernen innerhalb der Gruppe dar. Hilfreich ist der standardisierte inhaltliche Aufbau, der Ansatzpunkte zur Weiterarbeit bzw. Intensivierung durch die jeweilige Klassenlehrkraft bietet. Das Zeitbudget ist erweiterungsbedürftig in Bezug auf die Vor- bzw. Nachbereitung der gesamten Einheiten.


5. Baustein: „Achtung Grenze“, ein Projekt des Deutschen Kinderschutzbundes in der Grundschule

Im Rahmen des Projekts „Achtung Grenze“, an dem alle Klassen der 3. Jahrgangsstufe teilnahmen, wurde den Kindern vermittelt, welche Rechte sie haben („Mein Körper gehört mir“, „Ich darf NEIN sagen“, „Ich kann mir Hilfe holen“). Sie erfuhren, dass es verschiedene Formen von Grenzüberschreitungen und Gewalt gibt und dass auch sexuelle Gewalt ein Thema ist, mit dem offen umgegangen werden kann. Darüber hinaus lernten sie, wie sie sich im Alltag selbstsicher verhalten können und wo reale Gefahren existieren. In abwechslungsreichen Einheiten konnten die Kinder gute und schlechte Geheimnisse wahrnehmen und Handlungsstrategien formulieren, über Gefühle sprechen, fiktive Gewaltsituationen simulieren und richtige Verhaltensweisen entwickeln. „Achtung Grenze“ legt großen Wert auf die Einbindung von Eltern, Lehrkräften und  Sozialpädagogen / Erzieherinnen. Deshalb wurden ergänzend zu den Workshops ein Elternabend und eine Informationsveranstaltung für die Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiter angeboten. In diesem Rahmen wurden viele Facetten  des Themas Gewalt und Persönlichkeitsverletzungen aufgezeigt und lebhaft darüber diskutiert, wo Grenzen nicht überschritten werden dürfen. Die Durchführung dieses Projekts wurde von Elternbeirat ausdrücklich gewünscht und deshalb mitfinanziert. Die Resonanz der Eltern aus den letzten Durchgängen war überaus positiv und zeigt uns, dass die Durchführung dieses Kompetenztrainings in allen dritten Klassen ihre Berechtigung hat.


6. Baustein – Kinderarmut lindern: kostenloses Schulfrühstück

„Hungrig zur Schule - immer mehr Kinder bekommen kein Frühstück“ - das gibt es in der Bismarckschule seit zwei Jahren nicht mehr. Kinder, die bislang mit leerem Magen zum Unterricht kamen, werden durch ein morgendliches gemeinsames kostenloses und gesundes Frühstück verköstigt und können so von Unterrichtsbeginn an konzentriert mitarbeiten. Dankenswerterweise konnten wir Sponsoren finden, die die Bedeutung einer gesunden Morgenmahlzeit für Schüler erkannten und bereit waren, finanzielle Unterstützung zu leisten. Auch die Elternschaft nahm rege an einem Frühstücksevent zum Kennen lernen des Angebots teil. Langfristiges Ziel ist ein regelmäßiges „internationales Frühstückskaffee“ als Angebot unserer Jugendsozialpädagogen. In diesem ungezwungenen Rahmen können die Mütter und Väter unserer Grund- und Hauptschüler sich untereinander und mit unseren Sozialpädagogen und Lehrern austauschen und dadurch die Kooperation untereinander und das Verständnis füreinander vertiefen.


7. Baustein: Modulserie zur Sexualerziehung „Körper, Liebe, Sex & Co“

Sexualerziehung ist im Rahmen unserer schulischen Arbeit ein sehr wichtiges Thema. Wir möchten Eltern und Kindern in dieser prägenden Entwicklungsphase unterstützend zur Seite stehen. Ziele unserer Arbeit sind die Vermittlung eines gesunden Umgangs und vorbeugende Aufklärung rund um das Thema Sexualität. Das fest im Schulprogramm verankerte Programm basiert auf aufeinander aufbauenden Lerneinheiten, in dem die Kinder Vorgänge innerhalb ihres Körpers im Rollenspiel erfahren. Ein Sozialpädagogenteam bringt den Kindern die Inhalte in handlungsorientierten Lerneinheiten näher. In den vierten Klassen mit dem Modul Pubertät begonnen, wird das Projekt in der Hauptschule fortgesetzt. Allen Einheiten geht ein Elternabend voraus, in der Thematik und Methoden vorgestellt werden. Die Eltern waren vor allem an den körperlichen und psychischen Entwicklungsverläufen interessiert und wollten wissen, wie sie pädagogisch richtig auf die Verhaltensweisen ihrer pubertierenden Kinder reagieren können (Was ist noch normal, wann muss ich einschreiten und Grenzen setzen?).


8. Baustein: Der Schule ein Gesicht geben - Ausbau unserer Internetseiten

Gerade an einer großen Schule wie wir es sind, ist es wichtig, Transparenz und Offenheit zu zeigen und mögliche Barrieren abzubauen. Bereits im letzten Schuljahr wurde an zentraler Stelle im Schulhaus eine Informationstafel mit Fotos und Funktionen aller an der Schule arbeitenden Personen angebracht. Alle Eltern und sonstigen Besucher unserer Schule können sich so über Klassenräume, Elternsprechstunden und das Personal schnell informieren. Damit sie sich auch im weitläufigen Schulhaus schnell zurechtfinden, soll demnächst ein Leitsystem mit Orientierungstafeln und Hinweisschildern installiert werden. Viel Augenmerk wurde auf den weiteren Ausbau unserer Internetseiten gelegt, damit sich Eltern auch inhaltlich eine Bild über das Konzept der beiden Schulen und die darin arbeitenden Menschen machen können. Die Homepage der Hauptschule wurde bereits auf den neuen Namen „Mittelschule“ geändert. Auch die Seiten der Grundschule wurden überarbeitet und bieten Interessierten einen raschen Überblick über das Angebot der beiden Schularten und informieren über aktuelle Nachrichten. Verbindendes Element der beiden Seiten ist das gemeinsame Logo.